Zahnprobleme bei Katzen

Zahnerkrankungen sind heutzutage die am häufigsten Krankheiten bei Katzen und können für das Tier sehr schmerzhaft sein, insbesondere, wenn das Problem unerkannt bleibt und nicht behandelt wird.  Im Gegensatz zu vielen anderen Gesundheitsproblemen sind Zahnerkrankungen jedoch fast vollständig vermeidbar.

Was ist eine Zahnerkrankung?

Eine Parodontalerkrankung ist in der leichtesten Form eine Entzündung des Zahnfleisches in unmittelbarer Nähe der Zähne.  Wenn dies nicht behandelt wird, kann sowohl der Zahn als auch das zugrundeliegende Gewebe erkranken.

Welche Ursachen hat dies?

Wenn sich in den Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand Essensreste ansammeln, entsteht ein optimaler Nährboden für Bakterien.  Im Mundraum befinden sich natürlicherweise Bakterien. Wenn diese jedoch Nahrung in Form von Zucker aus Essensresten bekommen, bildet sich ein farbloser, weicher, klebriger Film, die sogenannte „Plaque".  Die Plaque klebt an Zähnen und Zahnfleisch; die Bakterien ernähren sich darin von den Zuckern und produzieren Säuren und Giftstoffe, die den Zahnschmelz angreifen und das Zahnfleisch reizen.  In diesem Stadium ist die Speichelflüssigkeit der einzige Abwehrmechanismus des Körpers, da sie den Erosionseffekt der Säure neutralisiert.  Regelmäßiges Zähneputzen ist jedoch die einzige zuverlässige Methode, um Plaque wirksam zu entfernen.

Wenn die Plaque nicht entfernt wird, gehen die natürlicherweise im Speichel enthaltenen Mineralstoffe eine chemische Verbindung mit dem Plaquefilm ein und der verhärtet sich.  Diese verhärtete Plaque wird als Zahnstein oder Konkrement bezeichnet.  Wenn Zahnstein entstanden ist, sind die Bakterien an die Zahnoberfläche gebunden und die produzierte Säure und Giftstoffe greifen den Zahnschmelz an und führen schließlich zu Karies.

Stadien und Symptome

Bei Zahnkrankheiten gibt es verschiedene Stadien mit unterschiedlichen klinischen Symptomen.

1. Stadium

Das erste Stadium ist eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und bei rechtzeitiger Behandlung vollständig reversibel. Dies äußert sich häufig als geschwollene, gerötete und möglicherweise blutende Stellen im Zahnfleisch.

2. – 4. Stadium

Die Paradontitis ist ein fortgeschrittenes Stadium der Zahnerkrankung, die mit der Zeit immer weiter voranschreitet.  Im anfänglich entzündeten Zahnfleisch bilden sich Taschen zwischen Zahn und Zahnfleisch.  Durch den Rückgang des Zahnfleischs werden die Zahnwurzeln freigelegt. Bei Voranschreiten der Entzündung kann dies durch Infektion der Taschen zu Zahnabszessen führen.  Daraufhin wirkt sich die Erkrankung auch auf die tieferliegenden Strukturen um den Zahn herum aus. Das erste Symptom dafür ist die beginnende Ablösung den Zahns vom Zahnfach, was schließlich zum vollständigen Ausfallen des Zahns führt.

Die klinischen Symptome für fortgeschrittene Zahnerkrankungen umfassen beispielsweise Halitosis (Mundgeruch), Appetitlosigkeit, übermäßige Speichelproduktion, Verlagerung der Kauaktivität auf eine bestimmte Seite im Kiefer, Schluckbeschwerden oder eine anormale Schwellung um das Gesicht, das auf einen oralen Abszess hindeuten kann.

Behandlung

Hat sich einmal Zahnstein gebildet, kann dieser nicht mehr durch Zähneputzen entfernt werden, sondern nur noch durch professionelle Behandlung mit Dentalinstrumenten wie Ultraschall-Zahnsteinentfernungsgeräten und Vollnarkose.

 

Die Behandlungsmethode hängt dabei vom Stadium der Zahnerkrankung ab.  Eine Gingivitis der Stufe 1 kann durch professionelle Zahnreinigung, durch Scaling und Polieren behandelt werden sowie durch eine fortan regelmäßige und effektive Zahnreinigung zu Hause und wiederholten Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt.  Auch eine angemessene Ernährung ist wichtig, um Zahnerkrankungen langfristig in den Griff zu bekommen, da dadurch die Ansammlung von Plaque gesteuert werden kann. Das endgültige Ziel der Behandlung ist der Erhalt des gesunden und schmerzfreien Kiefers Ihrer Katze.

 

Ernährung

Es wird immer noch viel geforscht, um die Bildung von Zahnstein und das Fortschreiten von Parodontalerkrankungen bei unseren geliebten Haustieren so weit wie möglich zu verlangsamen. Daher sind einige spezielle Futterzusammenstellungen am Markt erhältlich, um dieses Problem durch eine Kombination von mechanischer Abrasion und chemischen Hilfsmitteln in den Griff zu bekommen.  Eine verwendete Methode ist beispielsweise die Konzeption spezieller Formen, Texturen und Dichtheitsgrade bei Trockenfutterpellets, durch die beim Kauen Plaque abgetragen wird, wenn der Zahn das Pellet zerbeißt.  Andere Methoden beinhalten beispielsweise spezielle Zutaten im Futter, die bestimmte Substanzen im Speichel binden, um die Bildung von Plaque zu reduzieren.

Unabhängig davon, welches Futter Sie wählen, sollten Sie zusätzlich auf jeden Fall mit einer für Katzen geeigneten Zahnbürste und Zahnpasta Ihrer Katze regelmäßig die Zähne putzen.  Enzymhaltige Zahnpflege-Gels sind ebenfalls erhältlich, ersetzen jedoch auf langfristige Sicht keine routinemäßigen Kontrolluntersuchungen durch den Tierarzt, um eine frühe und angemessene Behandlung bei Zahnerkrankungen sicherzustellen.

SO BEHANDELN SIE DEN MUNDGERUCH IHRER KATZE

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