Blindheit

Katzen sind zwar bekannt für ihr außerordentlich gutes Sehvermögen, jedoch sind auch sie nicht befreit von SehproblemeN und Blindheit. Blindheit kann plötzlich auftreten, meist geht der Prozess jedoch so langsam vonstatten, dass der Katzenhalter das Problem möglicherweise erst bemerkt, wenn die Katze bereits vollständig blind ist. Blindheit betrifft vor allem ältere Katzen.

Medizinische Ursachen für den Verlust der Sehkraft können beispielsweise Traumata, neurologische Störungen, grauer Star, Glaukome, Augentumore, Entzündungen oder Infektionen sowie Bluthochdruck sein. Glücklicherweise sind Katzen äußerst anpassungsfähige Lebewesen und können den Verlust der Sehkraft durch ihren ausgezeichneten Geruchs- und Tastsinn ausgleichen. Erblich bedingte Ursachen für Blindheit treten vor allem bei Rassekatzen auf.

 

Woran erkenne ich, ob meine Katze blind ist?

Das deutlichste Anzeichen für einen Verlust der Sehkraft ist, wenn das Tier gegen Gegenstände läuft. Wenn Ihre Katze desorientiert erscheint oder sich in der Wohnung vorsichtiger als sonst bewegt, kann dies auf ein verschlechtertes Sehvermögen hinweisen. Wenn die Blindheit plötzlich aufgetreten ist, kann Ihre Katze zudem auch verstört sein. Möglicherweise sehen die Augen Ihrer Katze auch anormal aus. Dies kann ein Hinweis auf eine Infektion oder andere Veränderungen im Auge sein, durch die die Blindheit verursacht wurde.

Beachten Sie jedoch, dass der Verlust der Sehkraft auch nur auf ein Auge beschränkt sein kann. In diesem Fall sollten Sie plötzliche Geräusche und Bewegungen auf der „blinden Seite" Ihrer Katze vermeiden, um sie nicht zu erschrecken.

Wenn Sie sich in irgendeiner Weise Sorgen um ihre Sehkraft machen, lassen Sie sie vom Tierarzt untersuchen. Manche Augenerkrankungen können effektiv behandelt werden, sodass der fortschreitende Verlust des Sehvermögens aufgehalten werden kann. Bei einem plötzlichen Verlust der Sehkraft sollten Sie Ihre Katze unverzüglich in tierärztliche Behandlung geben, damit das Sehvermögen eventuell wiederhergestellt werden kann.

 

Hilfestellungen für Ihre blinde Katze

Wenn Sie eine blinde Katze haben, müssen Sie mit ihr über Sprache und Geräusche kommunizieren. Dabei ist es wichtig, sie nicht zu verängstigen, insbesondere, wenn sie sich noch an die neue Situation ohne Sehvermögen gewöhnen muss. Rufen Sie sie häufiger und achten Sie darauf, dass sie Ihre Schritte leicht am Geräusch, oder den Vibrationen wahrnehmen kann. Sprechen Sie oft mit ihr. Übertreiben Sie dabei im Tonfall und sprechen Sie deutlich.

Blinde Katzen sollten nicht draußen herumstreunen, sondern in Wohnung oder Haus gehalten werden, gegebenenfalls mit Zugang zu einem abgesicherten Garten. Alternativ können Sie Ihre Katze an einer Leine oder in einem Katzengeschirr hinauslassen, wenn diese daran gewöhnt ist.

Blinde Katzen verlassen sich auf ihren Geruchssinn und ihr Gedächtnis, um sich zurechtzufinden. Erleichtern Sie Ihrer Katze das Leben, indem Sie Futternapf, Möbel und Katzentoilette stets am gleichen Platz belassen. Ihre Katze bemerkt Veränderungen bei verstellten Möbeln nun stärker als früher. Behalten Sie eine kürzlich erblindete Katze zunächst in einem beschränkten Raum und lassen Sie sie nach und nach in weitere Zimmer. So kann sich das Tier langsam und gefahrlos an die neue Situation gewöhnen.

Wenn Kinder im Haushalt wohnen, achten Sie darauf, dass diese kein Spielzeug auf dem Boden liegen lassen, über das die Katze stolpern könnte. Seien Sie achtsamer, wenn Sie aufräumen und lassen Sie keine Hindernisse an unerwarteten Stellen liegen.

Auch für blinde Katzen gilt die allgemeine Empfehlung für behinderte Katzen: Stellen Sie sicher, dass sich ihr Halsband mit einem Schnellverschluss öffnen lässt und es Ihre Adresse und Telefonnummer sowie die des Tierarztes enthält. Weiterhin sollte ein deutlicher Hinweis darauf enthalten sein, dass das Tier blind ist. Wie bei allen Katzen ist die Implementierung eines Mikrochips sehr zu empfehlen.

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