FRAGEN & ANTWORTEN

Fragen & Antworten zum Verhalten und Training von Hunden


1. Wie halte ich meinen Hund vom Stuhlfressen (Koprophagie) ab?

2. Wie kann man Trennungsängsten des Hundes begegnen?
3. Wie kann ich meinen Welpen zur Sauberkeit erziehen?
4.Wie kann ich meinen Hund helfen mit Angstzuständen oder seltenen Ereignissen umzugehen?
5. Wie halte ich meinen Hund davon ab zerstörerisch zu sein?
6. Was sollte ich tun, wenn ich in eine neue Wohnung/Haus umziehe?
7. Wie gehe ich mit Unsauberkeit beim Hund um?
8. Klicker-Training für Hunde: Was ist das und wie kann ich es anwenden?
9. Hundetraining oder Menschentraining?
10. Wie erziehe ich meinen Welpen zur Stubenreinheit?
11. Was ist der richtige Name für meinen Hund?


FRAGEN & ANTWORTEN zu Ernährung und Gesundheit


1. Wie viel Futter sollte ich meinem Hund geben?

2. Wie kann man Trockenfutter am besten füttern?
3. Mein Hund ist Diabetiker. Muss ich ein spezielles Diätfutter füttern?
4. Wie bekommen ich meinen Hund flohfrei?
5. Wie pflege ich meinen Hund?
6. Welche Vor- und Nachteile hat das Kastrieren meines Hundes?

 


Fragen & Antworten zum Verhalten und Training von Hunden



1. Wie halte ich meinen Hund vom Stuhlfressen (Koprophagie) ab?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:


Ananas-Methode:

Mischen Sie kleine frische Ananasstückchen unter das Futter Ihres Hundes. Dies bewirkt, dass der Stuhl bitter schmeckt.


Zucchini Methode:

Dünsten Sie Zucchini mit wenig Öl, und geben Sie bei jeder Mahlzeit 1 bis 2 Teelöffel für kleine und mitttelgroße Hunde und bis zu 1 Esslöffel für große Hunde hinzu.


Zusätzlich sollte man folgende Punkte berücksichtigen:

  • Am besten ist es, den Hund von Kot fern zu halten und den Auslauf zu kontrollieren.
  • Belohnen Sie gutes Verhalten mit einem Leckerchen.
  • In extremen Fällen kann es sinnvoll sein, einen Maulkorb zu verwenden.
  • Bieten Sie Ihrem Hund unterschiedliches Spielzeug an und beschäftigen Sie sich mit Ihrem Hund.
  • Da einige Hunde Kotfressen nutzen, um Aufmerksamkeit zu erhalten, ignorieren Sie diese Versuche, es sei denn, Sie erwischen ihn dabei.

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2. Wie kann man Trennungsängsten des Hundes begegnen?

Trennungsängste kann der Hund durch Bellen, Kauen, Unsauberkeit und Selbstverstümmlung zeigen. Ein neuer Hund, aber auch ein schon lange gehaltener oder Hunde, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, können dieses Verhalten entwickeln, und eine Untersuchung beim Tierarzt kann erforderlich sein.

Bitte folgende generelle Regeln beachten:

  • Gewöhnen Sie jüngere Hunde allmählich daran längere Zeit allein zu sein, aber beschäftigen Sie sich vorher intensiv mit ihnen.
  • Machen Sie keine große Verabschiedungs- bzw. Begrüßungszeremonie daraus, wenn Sie das Haus verlassen oder wieder kommen.
  • Verlassen Sie Ihren Hund und geben Sie ihm Etwas, was er sehr liebt und nur bekommt, wenn Sie nicht da sind.
  • Bestrafen Sie ihn nicht und verbieten Sie ihm nicht zu bellen, weil dadurch seine Angst gesteigert werden könnte. Ihren Hund sollten Sie nur bestrafen, wenn Sie ihn „auf frischer Tat“ ertappen, und selbst dann ist dies nicht sehr nützlich. Wenn der Hund unsauber war, sollte man die Fläche säubern, wenn der Hund nicht im Raum ist.
  • Belohnen Sie gutes Verhalten, z.B. immer wenn er ruhig sitzt.
  • Erfahrungsgemäß machen Hunde in den ersten 10 Minuten nach dem Verlassen dumme Sachen. Die Trennungsangst wird meist durch die Routine der Besitzer gesteigert, versuchen Sie also dies zu ändern, um die Angst zu verringern.

 

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3. Wie kann ich meinen Welpen zur Sauberkeit erziehen?

Geben Sie Ihrem Welpen viele Gelegenheiten, nach draußen zu kommen. Welpen können nicht sicher den Schließmuskel des Darms (Sphinkter) kontrollieren, bis sie 6 Monate alt sind. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Welpe sofort nach dem Fressen oder nach dem Schlafen nach draußen kann. Füttern Sie regelmäßig und verzichten Sie auf die Verfütterung von Snackartikeln.

Bringen Sie Ihrem Welpen bei an der Leine geführt zu werden, so brauchen Sie ihn nicht zum Lösen nach draußen zu tragen. Aktivität fördert die Darmbewegung.


Wenn Sie nach draußen gegangen sind, stören Sie Ihren Welpen nicht, wenn er anfängt an etwas zu schnüffeln oder an etwas interessiert ist, selbst wenn es regnen sollte. Wenn Ihr Welpe beginnt sein Geschäft zu erledigen, loben Sie ihn, wenn Sie zu enthusiastisch sind, könnte der Welpe allerdings zu früh aufhören. Wenn Ihr Welpe „fertig“ ist, loben und belohnen Sie ihn. Man kann Welpen dazu erziehen, auf Kommando ihr Geschäft zu erledigen.


Es ist sinnlos den Welpen zu bestrafen, wenn ihm ein Missgeschick widerfahren ist und Sie dies erst später bemerken. Damit Tadel wirksam ist, muss er unmittelbar nach dem Missgeschick erfolgen. Wenn Sie ihn „auf frischer Tat“ ertappen, nehmen Sie Ihren Hund mit nach draußen und loben ihn, wenn er „sein Geschäft“ fortsetzt. Säubern Sie die verschmutzten Stellen gründlich, damit der Hund nicht noch einmal die Stelle benutzt. Hunde mögen es nicht, sich in der Nähe des Futterplatzes oder des Schlafplatzes zu entleeren. Wenn Ihr Hund also anhaltend an einer Stelle sein Geschäft erledigt, platzieren sie seinen Futternapf dort. Die Wurfkiste kann man benutzen um das Training zu unterstützen, man sollte sie aber nie für Bestrafung verwenden.


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4. Wie kann ich meinen Hund helfen mit Angstzuständen oder seltenen Ereignissen umzugehen?

Die mit Angstzuständen einhergehenden Reaktionen können sehr unterschiedlich sein. Sie sollten sehr vorsichtig sein, denn es ist möglich, dass Sie sonst zur Verschlimmerung der Situation beitragen könnten. Es ist wichtig, dass Sie nur so schnell vorgehen, wie Ihr Hund es zulässt, da Angst schnell in Aggression umschlagen kann, wenn Ihr Haustier in eine bestimmte Situation ohne möglichen Ausweg gedrängt wird.


Angst vor Feuerwerkskörpern:

Lautes Feuerwerk und aufblitzende Erscheinungen am Himmel können besonders auf Tiere sehr beängstigend wirken. Sie sind verwirrt, laufen weg und gehen oft verloren oder verletzen sich. Um Ihr Haustier von solchen Gefahren fern zu halten, bitten wir Sie um die Beachtung folgender Punkte:


Vorbereitung:

  • Unternehmen Sie mit Ihrem Hund einen langen Spaziergang vor dem Feuerwerk, um sicher zu gehen, dass die Angst nicht durch den Umstand erhöht wird, dass Ihr Hund einen Überfluss an Energie besitzt. Es gibt Ihrem Hund außerdem die Möglichkeit sich zu erleichtern, da er zur Zeit des Feuerwerks möglicherweise ungern das Haus verlassen möchte.
  • Sollte Ihr Tier besonders sensibel auf laute Geräusche reagieren, fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem entsprechenden Medikament. Es gibt homöopathische Mittel, die helfen Stress abzubauen. Bitte konsultieren in jedem Fall Ihren Tierarzt vor Medikamentengabe.
  • Stellen Sie ein Katzenklo zur Verfügung, falls Ihre Katze ihr Geschäft sonst im Garten erledigen sollte.
  • Vergessen Sie nicht Türen und Fenster zu sichern.
  • Ihr Haustier empfindet Spielzeug als eine gelungene Abwechslung, stellen Sie deshalb sicher, dass seine bevorzugten Spielzeuge in Reichweite sind.


Während des Abends:

  • Hunde und andere nicht im Haus lebende Tiere, wie z.B. Hasen, sollten vor Einbruch der Dunkelheit vom Garten in die Garage oder das Haus verfrachtet werden.
  • Stellen Sie den Fernseher oder das Radio an, um den Lärm des Feuerwerks zu übertönen und für ein vertrautes Geräusch zu sorgen.
  • Verfolgen Sie das Verhalten Ihres Tieres, aber geben Sie nicht zu erkennen, dass Sie fürsorglicher als sonst sind und Ihr Tier Ihre Befürchtungen zur Kenntnis nimmt.
  • Lassen Sie nie einen Feuerwerkskörper in Nähe eines Tieres entzünden. Pferde und andere Lebewesen in nahe liegenden Feldern werden sehr ängstlich.


Der Folgetag:

  • Räumen Sie jegliche Abfälle des Feuerwerks weg. Reste stellen eine große Gefahr für Haus- und Wildtiere dar.
  • Die Ängstlichkeit Ihres Tieres kann noch 1-2 Tage nach dem Ereignis andauern. Beobachten Sie also Ihr Tier und geben Sie ihm das Gefühl, dass es sicher ist.


Angst vor Autos:

  • Setzen Sie Ihren Hund langsam und in einem nicht Furcht einflößenden Maße Autos aus.
  • Verbringen Sie z.B. Zeit mit Ihrem Hund in einem geparkten Auto, dessen Türe offen sind und Motor aus ist. Sie können Ihren Hund im Auto füttern, Leckerbissen geben und ihm Mut machen. Wenn Ihr Hund zu ängstlich ist im Auto zu fressen, füttern Sie ihn in der Nähe und reduzieren Sie allmählich die Distanz zum Auto.
  • Wenn Ihr Hund weniger schreckhaft ist und im Auto isst, können Sie versuchen die Zündung anzustellen.
  • Schließen Sie die Türen, aber rollen Sie die Fenster runter.
  • Unternehmen Sie einen sehr kurzen Ausflug zu einem schönen Hundepark.
  • Verlängern Sie nach und nach die Reisedauer im Auto.
  • Führen Sie Ihren Hund an der Leine, aber nutzen Sie die Leine nicht, um Ihren Hund zurückzuhalten, wenn er ängstlich ist. Wenn Ihr Hund in Panik verfällt und zieht, sind Sie zu schnell vorgegangen und müssen einen Schritt zurückgehen.

Angst vor dem Tierarzt:

  • Unternehmen Sie nicht nur einen Besuch bei Ihrem Tierarzt, wenn der Hund krank ist, da dies negative Assoziationen in ihm hervorruft. Viele Tierärzte werden einverstanden sein, wenn Sie mit einem schreckhaften Tier vorbei schauen und die Tierpflegerin Ihren Hund einfach nur abtastet und ihm ein Leckerchen gibt.
  • Versuchen Sie Ihrem Hund ein bestimmtes Leckerchen zu geben, welches er liebt, aber nur erhält, wenn er beim Tierarzt ist.


Angst vor Windstürmen:

  • Ihren Hund einem Windsturm auszusetzen, kann dazu beitragen, dass sich seine Angst erhöht. Es ist besser, wenn Sie ihn versuchen abzulenken und mit anderen Aktivitäten zu beschäftigen. Sie können das Geräusch eines Windsturms auf einem Audioträger aufnehmen und Ihren Hund langsam während eines Trainings daran gewöhnen. Es gibt homöopathische Mittel, die helfen Stress abzubauen. Bitte konsultieren in jedem Fall Ihren Tierarzt vor Medikamentengabe und seien Sie sich darüber bewusst, dass sie nur eingesetzt werden sollte, wenn unbedingt erforderlich
    • Wenn Ihr Hund sich wohl fühlt und ruhig ist, spielen Sie einen solchen Audioträger auf niedriger Lautstärke, so dass das Geräusch kaum hörbar ist und bringen Sie Ihren Hund dazu, Aufgaben in einem Teil des Hauses zu erledigen, wo er sich sicher und geborgen fühlt.
    • Erhöhen Sie nach und nach die Lautstärke des vorgespielten Audioträger in dem Maße, wie es für Ihren Hund angenehm ist.
    • Die Trainingseinheiten sollten kurz und regelmäßig erfolgen.

Diese Trainingsmaßnahmen können auch genutzt werden, um Ihren Hund an die Geräuschekulisse eines Feuerwerks zu gewöhnen.


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5. Wie halte ich meinen Hund davon ab zerstörerisch zu sein?

Welpen:
Kauen ist ein natürlicher Teil in der Welpenentwicklung, mit dem sie ihre Umwelt zu erkunden beginnen.

  • Nur dann strafen, wenn Sie ihn auf frischer Tat erwischen
  • Ignorieren Sie entstandenes Durcheinander, räumen Sie auf und bleiben Sie ruhig.
  • Lenken Sie die natürliche Neigung Ihres Welpen auf Kauen von geeigneten Gegenständen, z. B. Kauknochen, Spielzeug oder Büffelhaut und loben Sie Ihren Welpen, wenn er diese benutzt.
  • Geben Sie keine Kleidungsgegenstände zum Kauen, weil ihn das verwirren kann.
  • Sie können Sprays verwenden, die ihn vom Kauen abhalten sollen, jedoch sind diese nicht immer wirksam und riechen übel.


Ausgewachsene Hunde:
Wenn Sie denken, dass die zerstörerische Art Ihres Hundes mit dem Alleinlassen zusammen hängt, siehe 4. Wie kann man Trennungsängsten des Tieres begegnen?

Wenn Sie denken, dass diese Verhalten ein Mittel ist, um Aufmerksamkeit zu erhalten, machen Sie sich bewusst, dass der Hund sehr schnell lernt, dass er mit ungeteilter Aufmerksamkeit belohnt wird, wenn er irgendetwas kaut. Wahrscheinlich wird Ihr Hund übersehen, dass diese Aufmerksamkeit negativ ist. Sie müssen dafür sorgen, dass Sie Ihrem Hund sogar bei Wohlverhalten Aufmerksamkeit schenken, so dass er nicht versucht durch fragwürdiges Verhalten Aufmerksamkeit zu erlangen.

Ignorieren Sie jedes auf Aufmerksamkeit gerichtetes Kauen und leiten Sie Ihren Hund zu angemessenem Kauen an, und loben Sie jedes positive Verhalten.


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6. Was sollte ich tun, wenn ich in eine neue Wohnung/Haus umziehe?

Der Umzug in ein neues Haus kann für Sie und Ihr Haustier sehr stressvoll sein. Nicht nur das Ausziehen selbst, sondern auch das Einziehen ins neue Heim kann Probleme verursachen.

Nachfolgend sind einige Punkte zusammengestellt, die den Umzug so stressarm wie möglich machen:

  • Oft ist es empfehlenswert, die Tiere für diese Zeit in eine Tierpension zu geben oder sie bei jemandem unter zu bringen, den sie kennen. Versuchen Sie sie solange woanders unterzubringen, bis der Umzug abgeschlossen ist und das Haus wieder in Ordnung ist.
  • Alternativ halten Sie Ihr Haustier mit seinem Bett, dem Futternapf und der Toilette im ruhigsten Raum, möglichst entfernt von den Umzugsaktivitäten. Sorgen Sie am Umzugstag dafür, dass Ihr Haustier am Umzugstag sicher untergebracht ist, z. B. in der Transportbox.

Wenn Sie Ihre Tiere ins neue Heim bringen, brauchen sie Zeit um sich ein zu gewöhnen, der gewohnte Ruheplatz ist gut, aber halten Sie die für die Tiere gewohnten Regeln bei. Geben Sie Ihren Tieren ausreichend Zeit, in der sie ihr neues Zuhause erkunden können, halten Sie sie von Stellen fern, wo noch gebaut oder dekoriert wird. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Tiere wissen, wo die Futter- und Wasserschüsseln stehen und wo sie sich lösen können. Katzen sollte man mindestens 2 Wochen lang nur im Haus halten, und sich ganz einleben lassen, bevor sie in den Garten können.


Halten Sie möglichst die gewohnten Fütterungszeiten ein, und spielen Sie mit ihnen wie gewohnt.

Bei jedem Umzug sind für Heimtiere Kontinuität und positive Verstärkung wichtig.


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7. Wie gehe ich mit Unsauberkeit beim Hund um?

In vielen Fällen hängt dies mit Stress oder Aufregungen für die Heimtiere zusammen, jedoch können auch medizinische Gründe dafür verantwortlich sein. Sprechen Sie in diesem Fall bitte Ihren Tierarzt an. Wen das Problem mit Trennung zusammenhängt, siehe 2. Wie kann man Trennungsängsten des Tieres begegnen ?
In den meisten Fällen ist es sinnvoll, wieder Stubenreinheit einzuüben, wenn die anderen auslösenden Faktoren beseitigt sind.


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8. Klicker-Training für Hunde: Was ist das und wie kann ich es anwenden?

Warum den Hund trainieren?
Trainieren ist unverzichtbar, um einen Kanal für die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Hund herzustellen. Auch ist es wichtig um zu erreichen, dass der Hund versteht, was man von ihm erwartet, und er Zutrauen entwickelt und Sie das Zusammensein mit ihm genießen können.


Was ist Klicker Training?
Klicker Training ist eine einfache und sichere Trainingsmethode. Sie baut auf positiver Verstärkung und Belohnung auf. Der Klicker ist eine kleine Plastikschachtel mit einer Metallzunge, die bei Drücken ein Doppeklick-Geräusch auslöst. Man benutzt den Klicker, um bestimmte Verhaltensweisen zu belohnen und basiert auf dem Willen der meisten Hunde, ihrem Besitzer zu gefallen und eine Belohnung zu bekommen.

Der Vorteil des Klickers besteht vor allem darin, dass er spezifisch für ein Verhalten Ihres Hundes ist und zu einer bestimmten Zeit zeigt, welches Verhalten Sie belohnen wollen. Loben wie „ Braver Hund“ ist nicht so effektiv , wenn Sie Ihrem Hund beibringen wollen, was er tun muss, um eine Belohnung zu erhalten. Da der Klick in dem Moment ertönt in dem er sich wie gewünscht verhält, gibt es für den Hund keine Ungewissheit, wofür er belohnt wird.

Klickertraining nutzt das natürliche Verlangen Ihres Hundes, zu lernen und eine Belohnung zu erhalten, ohne Strafe oder Gewalt anwenden zu müssen. Wenn Ihr Hund nicht das tut, was Sie versuchen ihm beizubringen, wird er keine „Klick-Belohnung“ erhalten, daher wird er sich dann stärker bemühen, das zu tun, was Sie wollen, um belohnt zu werden.


Warum Klicker Training anstelle von Training mit Futterbelohnung?

Futter als Belohnung einzusetzen ist ein wichtiges Trainingselement, zumindest am Anfang. Allerdings hat der alleinige Einsatz von Futter zur Belohnung Nachteile:

  • Einige Hunde finden es langweilig und lernen nicht mehr, wenn die Belohnung nicht richtig eingesetzt wird, entweder wird sie unattraktiv oder der Hund wird satt.
  • Der Belohnungsartikel kann den Hund davon ablenken, genau zu verstehen, was er getan hat, um belohnt zu werden.
  • Das Verwenden von Belohnungsartikeln kann den Hund dazu bringen, die erwünschte Leistung zu verweigern, wenn es keinen Belohnung gibt. Viele Hunde entwickeln sich dann so, dass sie nur dann Gefordertes tun, wenn sie die Belohnung sehen.


Wie fange ich also an?
Wie bei jedem Training sollte man beginnen, wenn der Hund sich gut fühlt und entspannt ist. Fangen Sie an, den Klick mit der Belohnung zu verknüpfen, indem Sie klicken – belohnen – klicken – belohnen, wobei Ihr Hund den Klicker nicht sieht. Möglicherweise wird Ihr Hund anfangen, den Klicker mit einer Belohnung zu verbinden, bis der Klicker selbst zur Belohnung wird.

Beim Unterordnungs-Training können Sie Ihrem Hund beibringen, was Sie erwarten und wenn er dies richtig macht, können Sie ihn belohnen. Locken Sie Ihren Hund z.B. in die Sitzposition, indem Sie eine Belohnung vor seine Nase halten und die Hand dann zurück über seinen Kopf bewegen. Er wird versuchen die Belohnung unter seiner Nase zu behalten und dabei den Boden berühren. In diesem Moment können Sie klicken und ihn belohnen. Wenn Sie dies wiederholen, geben Sie nur gelegentlich eine Belohnung und führen Sie ein Kommando ein. Geben Sie Ihrem Hund Zeit herauszufinden, was Sie von ihm wollen und seien Sie geduldig.


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9. Hundetraining oder Menschentraining?

Die meisten Menschen schaffen sich einen Hund an, um Gesellschaft und einen Spielgefährten zu haben, welcher ihnen einen treuen Dienst erweist. Um aber in der Gesellschaft akzeptiert zu werden, erwartet man von den Hunden bestimmte Verhaltensmuster. Oft erwarten wir, dass Hunde „wissen“, wie sie sich verhalten sollen, ohne allerdings zu bedenken, ob dies für Hunde normal ist.

Das Wissen über das richtige Training von Hunden erlangt man nicht von selbst und diese Fähigkeit muss erlernt werden. Das bessere Verständnis, wie Hunde denken und was für sie „normal“ ist, wird Ihnen beim Lernen helfen. Es ist wichtig daran zu denken, dass Hunde die meiste Zeit gefallen wollen. Wenn sie sich nicht wie gewünscht verhalten sollten, könnte es sein, dass Sie Ihrem Hund möglicherweise nicht klar und deutlich zu verstehen gegeben haben, was Sie von ihm wollen oder nicht wollen. Auch könnte eine nicht passende Körpersprache oder eine fehlende Belohnung Ursache sein.


Wann sollte ich mit dem Training beginnen?
Sobald Sie Ihren Welpen nach Hause gebracht haben oder einen Hund übernommen haben, sollte und wird das Training anfangen. Denken Sie daran, dass sich Ihr Hund schlechtes Verhalten angewöhnen kann, wenn Sie ihm zunächst bestimmte Verhaltensweisen durchgehen lassen und diese später nicht mehr akzeptieren. Wenn Sie Ihrem Welpen beispielsweise in den ersten Tagen erlauben in Ihrem Schlafzimmer zu schlafen, weil er jault, können Sie Ihren Hund später nicht nachts in der Küche einschließen, weil er das Haus „zusammenbellt“. Daher müssen Sie von Anfang an Regeln einführen und diese auch konsequent befolgen.


Was brauche ich, um anzufangen?
Sie brauchen vor allem Geduld und einen willigen Hund. Kleine gesunde Snacks zum Belohnen, und ein Raum, frei von Ablenkungen, sind wichtig. Es kann sehr hilfreich sein an einem Trainingskurs teilzunehmen oder nutzen Sie ein Trainingsbuch, das auf der Methode der positiven Verstärkung aufbaut. Sorgen Sie dafür, dass Sie alle nützlichen Trainingshilfen wie z.B. Klicker und Leine haben. Sobald Ihr Hund eine Aufgabe gut ausführt, können Sie anfangen unter realistischen Bedingungen zu trainieren.


Was sollte ich meinem Hund beibringen?
Sie können einem Hund fast jede Aufgabe mit klaren und präzisen Kommandos und geeigneten Belohnungen beibringen. Die Aufgaben kann man in 2 Gruppen einteilen:

Aufgaben, die Ihren Hund mit dem für die Gesellschaft notwendigen und erwarteten Verhalten ausstatten und ihm Sicherheit gewährleisten:

  • Haustraining
  • Sozialisierung mit anderen Hunden und Menschen und Situationen, die Ihr Welpe bewältigen muss
  • Komm Kommando
  • Sitz, Halt, Platz
  • Laufen an der Leine
  • Apportieren


Aufgaben, die nur Spaß machen:

  • Pfote geben
  • Bitten
  • Türe schließen
  • Ball fangen


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10. Wie erziehe ich meinen Welpen zur Stubenreinheit?

Auch wenn Welpen nicht erlaubt werden sollte, direkten Kontakt mit einem nicht geimpften Hund zu haben oder an Orte zu gelangen, wo sich nicht geimpfte Hunde aufgehalten haben können, bedeutet dies nicht, dass sie überhaupt nicht nach draußen dürfen. Man sollte die richtige Balance finden, zwischen einer angemessenen Sozialisierung und dem Schutz des Welpen vor möglichen Erkrankungsrisiken. Sie können Ihrem Welpen erlauben, Zugang zu sicheren Orten draußen zu haben, wo sicher keine nicht geimpften Hunde oder Füchse gewesen sind. Ausgewachsene Hunde erzieht man mit der gleichen Technik zur Stubenreinheit.


Wie lange dauert die Erziehung zur Stubenreinheit?
Die erforderliche Zeit kann sehr unterschiedlich sein. Einige Welpen lernen sehr schnell, bei anderen kann es bis zu 6 Monate dauern. Bedenken Sie, Welpen können sich nicht sicher kontrollieren bis sie ca. 6 Monate alt sind, daher kann auch mal ein Malheur passieren. Die Schnelligkeit, mit der Ihr Welpe stubenrein wird, hängt vom Welpen, von der Zeit und von der Ausdauer, die Sie investieren, ab.


Sollte ich meinem Welpen beibringen, Zeitungspapier zu benutzen?
Trainieren mit Zeitungspapier ist möglich, kann aber dazu führen, dass der Hund sein Geschäft im Haus verrichten will, zusätzlich ist es sehr schwer dem Welpen später zu vermitteln, dass er sein Geschäft nicht mehr im Haus erledigen soll. Wenn Urin in den Teppich einzieht, ist es sehr aufwendig diesen wieder ganz zu reinigen, dafür zu sorgen, dass der Hund nichts mehr riecht und nicht durch den Fleck zum erneuten Wasser lassen angeregt wird. Wenn Sie sich entscheiden, Zeitungspapier zu nutzen, sollten Sie den Teppich mit einer wasserdichten Folie abdecken.

Was ist die effizienteste Art den Welpen stubenrein zu bekommen?

Die einfachste Art den Welpen stubenrein zu bekommen ist es zu versuchen, ihm keine Gelegenheit zu geben, einen Fehler zu machen. Dies bedeutet einfach, dass Sie den Welpen dorthin bringen, wo er sein Geschäft erledigen kann, wenn Sie absehen können, dass er seine Blase oder den Darm voll hat. Dies wird vor allem nach den Fütterungen, nach dem Trinken, nach dem Schlafen oder nach Spiel und Aktivität der Fall sein.
Führen Sie Ihren Welpen nach draußen (oder zum Zeitungspapier, wenn Sie diese Methode gewählt haben),
wenn er unruhig wird oder im Kreis läuft und loben Sie ihn, wenn er sein Geschäft erledigt. Loben Sie ihn ganz besonders, wenn er fertig ist, oder geben Sie ihm eine Belohnung. Je häufiger Sie so verfahren, um so schneller wird Ihr Welpe dies lernen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Welpe so gut wie möglich beaufsichtigt wird, damit Sie mögliche Missgeschicke verhindern können.

Wie geht man nachts und bei Abwesenheit vor?
Sehr junge Welpen müssen sich ca. alle 3 bis 4 Stunden lösen. Damit die Welpen nicht an der falschen Stelle ihr Geschäft machen, können Sie eine Wurfkiste benutzen. Diese können für die Sauberkeitserziehung nützlich sein, wenn man sie richtig nutzt. Einen Wurfkiste sollte man nicht nutzen, wenn der Welpe nicht darin sein will, auch sollte man sie nicht zur Bestrafung oder zum „Wegschließen missbrauchen.

Die Wurfkiste sollt groß genug sein, damit der Welpe stehen, frei liegen, aufstehen und sich umdrehen kann. Bett, Wasserschüssel und Spielzeug sollten in der Wurfkiste liegen.
Ermuntern Sie anfangs Ihren Welpen in die Kiste zu gehen, und loben und belohnen Sie ihn. So wird der Welpe lernen, dass es sich um einen sicheren Platz handelt, wohin er zum Schlafen gehen kann. Wenn der Welpe gerne in der Wurfkiste schläft, können Sie beginnen die Tür für kurze Zeit zu schließen bis er sich daran gewöhnt hat. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Welpe müde ist, wenn er zum Schlafen in die Kiste gehen soll.
Wurfkisten oder Transportboxen sind oft nützlich für die Erziehung zur Stubenreinheit, weil Welpen sich instinktiv nicht an ihrem Ruheplatz oder am Futterplatz lösen.


Was sollte ich tun, wenn ich meinen Welpen beim Erledigen seines Geschäfts erwische?
Widerstehen Sie der Versuchung, den Welpen an sich zu reißen oder nach draußen zu scheuchen. Dieses Verhalten würde ihn verwirren und ihm nicht beibringen, dass er sich falsch verhalten hat. Unterbrechen Sie vielmehr sein Verhalten und führen Sie Ihren Welpen nach draußen an den richtigen Platz. Wenn Ihr Welpe sich dann nicht wieder beginnt zu lösen, spielen Sie mit ihm, weil ihn das anregen könnte, sein Geschäft zu erledigen. Strafen jeder Art sind selten nützlich bei der Sauberkeitserziehung. Bedenken Sie, dass Ihr Welpe dies nicht absichtlich macht, um Sie zu ärgern, oder er nicht verstanden hat, was Sie ihm beibringen wollten. Bestrafen ist besonders dann ineffektiv, wenn zwischen dem Lösen und Ihrer Entdeckung viel Zeit vergangen ist. Es ist besser, wenn Sie das Malheur beseitigen und Ihrem Welpen dann zeigen, wie er es richtig macht. Überlegen Sie: Haben Sie den Welpen oft genug herausgetragen, loben Sie ihn schnell genug?

Die Nase des Welpen in dem Kot zu reiben wird ineffektiv sein und Ihren Welpen verunsichern, weil er Ihre Verärgerung nicht mit seinem Fehlverhalten verbindet.


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11. Der richtige Name

Der richtige Name: Wer sich einen Hund anschafft, der möchte dem Vierbeiner auch einen Namen geben, der zu ihm passt.
Es gibt viele schöne Namen, die Ihren Hund zu etwas Einzigartigem machen können. Unten aufgelistet finden Sie die Top 10 Hundenamen für Rüden und Hündinnen.


Weiblich Männlich
1 Luna Sammy
2 Emma Balu
3 Amy Sam
4 Kira Rocky
5 Bella Lucky
6 Lucy Charly
7 Lilly Buddy
8 Paula Jack
9 Sunny Arco
10 Maja Spike


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FRAGEN & ANTWORTEN zu Ernährung und Gesundheit


1. Wie viel Futter sollte ich meinem Hund geben?

Jeder Hund ist ein Individuum. Wie bei Menschen, nehmen manche Tiere schneller zu als andere und benötigen weniger Nahrung, um ihr Idealgewicht zu halten, bei anderen ist es genau umgekehrt. Die Fütterungsempfehlungen auf den PRO PLAN® Verpackungen sind so genau wie möglich, aber der individuelle Futterbedarf kann deutlich höher oder niedriger als der angegebene Wert sein.

Beurteilen Sie die Körperkondition Ihres Hundes, indem Sie die Rippen ertasten. Sie sollten diese leicht spüren können. Die Taille sollte sichtbar sein und die Bauchlinie zur Hinterhand hin ansteigen.

Katzen neigen dazu, mollig zu werden, und einen Bauch zu bekommen, bevor sie mehr fett am Brustkorb ansetzen. Bemessen Sie die Tagesration so, dass Ihr Tier seinen idealen Körperlkondition behält.


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2. Wie kann man Trockenfutter am besten füttern?

Die meisten Trockenfutter kann man trocken oder mit Wasser oder Brühe eingeweicht füttern. In der Regel mögen Katzen lieber uneingeweichtes Trockenfutter, weil es durch das Einweichen für Katzen unattraktiver wird. Einige Hunde lieben nicht eingeweichtes, andere Hunde eingeweichtes Trockenfutter, diese wurden häufig vorher mit Dosenfutter gefüttert. Weichen Sie das Futter mit warmem Wasser ein und lassen Sie es abkühlen, bevor Sie es Ihrem Hund anbieten. Die für das Einweichen benötigte Zeit ist unterschiedlich und hängt vor allem vom Futter ab, aber in der Regel sind 30 Minuten ausreichend.


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3. Mein Hund ist Diabetiker. Muss ich ein spezielles Diätfutter füttern?

Oft sind diabetische Hunde auf tägliche Insulingaben angewiesen. In vielen Fällen können Sie das bisher gefütterte Futter weiter geben, vorausgesetzt, Sie füttern täglich die gleiche Menge zur gleichen Zeit. Ohne regelmäßige Fütterungszeiten lässt sich die Insulingabe kaum stabilisieren. Sollte es schwierig sein den Hund einzustellen und er gleichzeitig übergewichtig sein, kann Ihr Tierarzt ein spezielles Diätfutter empfehlen, um zu helfen die Schwankungen der Blutglucosegehalte zu vermeiden und das Übergewicht abzubauen.


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4. Wie bekommen ich meinen Hund flohfrei?

Es gibt verschiedene sichere Mittel zur Flohbehandlung, die Sie beim Tierarzt oder in Zoofachgeschäften erhalten können. Überprüfen Sie, ob das Mittel auch für Welpen geeignet ist. Die Mittel gibt es als Puder, Sprays (flüssig oder als Aerosol) oder als Tropfen oder Tabletten, die ins Futter gemischt werden. Auch ist es wichtig, das Haus zu behandeln, um Floheier zu beseitigen.


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5. Wie pflege ich meinen Hund?

Alle Hunde brauchen und mögen regelmäßige Pflege. Regelmäßige Pflege lässt den Hund nicht nur gut aussehen, sondern hält ihn auch sauber und gesund. Kämmen verbessert nicht nur die Durchblutung der Haut, sondern verbessert zusätzlich die Muskelspannung. Beim Pflegen fallen auch mögliche Probleme, z.B. Parasitenbefall, Ekzeme oder Haarausfall frühzeitig auf, auch festigt das Pflegen und die Beschäftigung Ihre Beziehung zu Ihrem Hund.

Die Fellkondition ist ein guter Indikator der allgemeinen Gesundheit. Normalerweise sollte das Fell glänzend und seidig sein, daher können Fellveränderungen frühe Anzeichen für Gesundheitsprobleme sein. In diesem Fall sollten Sie Ihren Tierarzt um Rat fragen.

Hunde bestimmter Rassen benötigen mehr Pflege als andere. So müssen langhaarige Hunde regelmäßig getrimmt und gekämmt werden. Die benötigten Pflegemittel unterscheiden sich je nach Felltyp, langhaarige Hunde brauchen Kämme mit langen Zähnen, dagegen sind für kurzhaarige Hunde besonders stramme Bürsten geeignet. Für einige Hunde kann das Kämmen schmerzvoll sein, besonders wenn sie es nicht gewohnt sind, gekämmt zu werden oder wenn sie Gesundheitsprobleme haben. Auch wenn Sie meinen sehr vorsichtig zu sein, kann Ihr Hund anders empfinden. Dies kann für Ihren Hund eine negative Erfahrung bedeuten und dazu führen, dass er nicht mehr gebürstet oder gekämmt werden will. In solchen Fällen kann eine weiche Massagebürste eine Erleichterung bedeuten.


Pflege-Checkliste
Bürsten oder kämmen Sie Ihren Hund mindestens einmal täglich. 10 Minuten reichen bei kurzhaarigen Hunden, bei langhaarigen Hunden ist der Zeitbedarf sicherlich höher.


Krallen, Nägel:
Prüfen Sie täglich die Pfoten Ihres Hundes auf Fremdkörper, wie z.B. Holzsplitter und Strohhalme zwischen den Zehen. Die Nägel müssen gekürzt werden, wenn sie nicht genügend durch Laufen abgenutzt werden. Mit der entsprechenden Erfahrung können Sie dies selber machen, fragen Sie aber bitte Ihren Tierarzt, wenn Sie unsicher sind.


Haut:
Streichen Sie mit der Hand über das Fell Ihres Hundes, um zu prüfen ob es Knoten oder kahle Stellen gibt. Wenn Sie Ungewöhnliches finden, befragen Sie Ihren Tierarzt.


Flöhe:
Es ist ungewöhnlich ausgewachsene Flöhe auf Ihrem Hund zu finden, weil diese lieber periodisch den Hund befallen, um sich zu ernähren. Sie können allerdings kleine schwarze Teilchen finden, dabei kann es sich um Flohkot handeln. Wenn Ihr Hund Flöhe hat, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt die Flohbekämpfung besprechen.


Zecken:
Es handelt sich bei Zecken um kleine weiße Parasiten, die sich mit dem Blut des Hundes vollsaugen. Hunde können sich leicht Zecken in Parks oder Bereichen mit dichter Vegetation holen. Wenn Sie eine Zecke auf Ihrem Hund entdecken, entfernen Sie sie sehr vorsichtig mit einer geeigneten Pinzette. Ihr Tierarzt kann Ihnen hierbei behilflich sein.


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6. Welche Vor- und Nachteile hat das Kastrieren meines Hundes?

Wann sollte ich die Kastration erwägen?
Hunde erreichen im Alter von 6 bis 8 Monaten ihre Geschlechtsreife und können dann Nachkommen zeugen oder gebären. Manche Tierärzte raten dazu, Hündinnen vor der ersten Hitze zu kastrieren, andere empfehlen dies danach, d.h. 6 bis 8 Wochen nach der ersten Hitze, zu tun. Rüden sollte man im Alter von ca. 6 Monaten kastrieren lassen. Bitte lassen Sie Ihren Hund nicht vorher nach draußen, um eine ungewollte Trächtigkeit zu vermeiden.


Warum kastrieren?
Die Vorteile einer Kastration überwiegen die Nachteile. Bei der Kastration werden bei weiblichen Tieren die Eierstöcke und bei männlichen die Hoden operativ entfernt. Kastrierte Hündinnen können nicht ungewollt trächtig werden, auch entfällt das Risiko von Scheinträchtigkeit. Das Krankheitsrisiko für bestimmte Erkrankungen, z.B. Brustkrebs, Gebärmutterentzündung und Gebärmutterkrebs wird verringert. Geschlechtsreife Hündinnen werden meist 2 Mal jährlich heiß. Heiße Hündinnen haben häufig einen geringen Appetit, sind lethargisch, urinieren häufig und haben eine geschwollene Vulva.


Wie kann ich erkennen, ob meine Hündin trächtig ist?
Wenn Ihre Hündin nicht kastriert ist, kann sie trächtig werden. Bis zum Ende der 5. bis 6. Trächtigkeitswoche werden Sie dies nicht erkennen. Die Tragzeit dauert ca. 63 Tage. Typische Zeichen für Trächtigkeit sind: vergrößerte Zitzen, und ein vergrößerte Bauch nach 4 bis 5 Wochen.

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Hündin vom Tierarzt untersuchen zu lassen und die Schwangerschaft bestätigen zu lassen.


Welche Veränderungen treten nach einer Kastration auf?
Rüden streunen nicht mehr so viel (um fruchtbare Weibchen zu finden) und werden ruhiger. Manchmal kann das aggressive Verhalten oder Sexualverhalten verschwinden, wie z.B. das Besteigen oder das Markieren eines Reviers, hierbei bleibt der Grundcharakter des Hundes aber erhalten.

Hunde erholen sich sehr schnell von der Operation, sie können einige Stunden nach der OP noch benommen sein, aber schon am nächsten Tag sind sie wieder sehr lebhaft.

Bei kastrierten Hunden ist wichtig daran zu denken, dass sie stärker dazu neigen an Gewicht zu gewinnen. Ursachen hierfür sind die verringerte Aktivität. Daher kann es erforderlich sein, dass Sie die Tagesration an den verringerten Bedarf anpassen und ggf. auf eine geeignete Nahrung zurückgreifen, die fettreduziert ist.


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